Cottbus/Chóśebuz ist der Hotspot des Lausitzer Wandels – binnen weniger Jahre fließen Milliardeninvestitionen in neue Infrastruktur und unzählige Projekte. Davon soll insbesondere die lokale Wirtschaft profitieren. Deshalb informierte die Stadt Cottbus/Chóśebuz im Rahmen einer ersten Vergabekonferenz am 14. November, 9-13 Uhr im Cottbuser Gründungszentrum Startblock B2 über die anstehenden Beteiligungsmöglichkeiten. Alle interessierten Unternehmen konnten sich anmelden und erfuhren frühzeitig, welche Aufträge in 2025 ausgeschrieben werden sollen.
Rund 200 Unternehmer und Unternehmerinnen folgten dem Aufruf der Initiatoren IHK Cottbus, HWK Cottbus, WFBB sowie der Cottbuser Wirtschaftsförderung EGC. Unter Ihnen zahlreiche Planer, Vertreter der gesamten Palette an Gewerken und Dienstleistungsanbieter. Begrüßt wurden die Interessierten vom Wirtschaftsdezernenten Dr. Markus Niggemann. Er betonte die Bedeutung der Konferenz für die Cottbuser Wirtschaft: „Heute erhalten Sie einen einmaligen Überblick über Vergaben, die im kommenden Jahr in den Bereichen Bau, Beschaffung oder Dienstleistung zu erwarten sind. Dabei ist die Bandbreite enorm – von Abbruch über Erschließung bis Neubau, von Brötchen über IT hin zu Brandschutz. Das rege Interesse aus der Wirtschaft ist sehr erfreulich. Wir als Stadt messen der Vergabekonferenz ebenfalls große Bedeutung zu und haben sie als jährliches Format im Handlungskonzept Wirtschaft verankert. Als Auftraggeber wünschen wir uns bei Ausschreibungen vermehrt Angebotsabgaben durch Cottbuser Unternehmen.“.
Insgesamt neun Auftraggeber stellen Potenziale für 2025 vor
Die Stadtverwaltung Cottbus/Chóśebuz mit den Fachbereichen Bildung, Hochbau, Grün- und Verkehrsflächen sowie die städtischen Gesellschaften LWG, Cottbusverkehr, GWC und EGC präsentierten ihre Vorhaben. Weiterhin legten MUL-CT, Thiem Service GmbH sowie Deutsche Bahn und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg in kurzen Vergabepitches Pläne offen. Es wurden über 70 potenzielle Vergaben mit einem Auftragsvolumen von über 180 Mio. Euro gezeigt.
Petra Bachmann von der Auftragsvergabestelle Brandenburg e.V. lieferte zur Halbzeit wichtige Impulse. Die Vergabekonferenz hält sie „für eine großartige und super organisierte Veranstaltung, die sehr gut angenommen wurde.“ Weiterhin sagte sie: „Ich hatte das Glück, neben meinem Kurzvortrag auch für eine bessere Bekanntheit unserer Dienstleistungen zu sorgen. Nur ein Teil der Unternehmen lässt sich bei Vergaben bisher von uns unterstützen, das dürfen gern mehr werden.”
Reger Austausch und unverbindliche Interessensbekundungen
Die Vergabekonferenz klang zur Mittagszeit beim lockeren Get together aus und ließ ausreichend Raum für vertiefende Gespräche zwischen potenziellen Auftraggebern und -nehmern. Es bot sich ideale Gelegenheit, vor Ort Partnerschaften für ein gemeinsames Umsetzen der Zukunftsprojekte zu finden. Alle Teilnehmenden eint der Wunsch nach einer regelmäßigen Wiederholung des Formates. EGC-Chef Tim Berndt: „Wir sind froh über die Bereitschaft der transparenten Jahresvorschau potenzieller Auftraggeber. Die Cottbuser Wirtschaft verdient es, frühzeitig informiert zu werden. Nur so bleibt die Region wettbewerbsfähig, oder noch besser – realisiert einen ökonomischen Vorsprung und wächst weiter am, im und mit dem Strukturwandel.“
Statements:
Jens Meier-Klodt, LWG
„Ich kann Tief- und Rohrleitungsbauunternehmen nur herzlich einladen, sich bei uns zu melden. Wir legen großen Wert auf partnerschaftliche Zusammenarbeit. Unsere leistungsstarke Einkaufsabteilung ist sehr bemüht um unsere Lieferanten.“
Dan Hoffmann, Cottbusverkehr
„Eine regionale Vergabe ist uns besonders wichtig. Wir wollen unsere Ausschreibungen so einfach und anwenderfreundlich wie möglich gestalten. Dabei hilft uns eine externe Vergabestelle und juristische Berater.“
Andreas Bank, FAM Anlagen-Service
„Es war sehr interessant für uns und hat viele Anhaltspunkte geliefert. Das System Vergabe ist recht kompliziert und die heutigen Hinweise waren wirklich hilfreich, um künftig erfolgreicher an Ausschreibungen teilzunehmen.“
Ralf Beyer, Referent für Wirtschaftsfragen der Stadt Cottbus/Chóśebuz
„Schöne, niveauvolle Veranstaltung! Die Resonanz der Unternehmen bestätigt das interessante Format, die Fülle an Steckbriefen den Bedarf. Für alle Gewerke waren Angebote dabei. Ich kann nur hoffen, dass viele Unternehmer und Unternehmerinnen heute etwas für sich mitnehmen konnten und wir uns im nächsten Jahr hier wiedersehen.“
Quelle: kommunale Wirtschaftsförderung EGC Cottbus
Fotos 2 & 3: kommunale Wirtschaftsförderung EGC Cottbus