
Cottbuser Seeachse soll „Lucie‑Pückler‑Allee“ heißen
Die geplante Seeachse, die künftig die Cottbuser Innenstadt mit dem Ostsee verbinden wird, hat einen konkreten Namensvorschlag erhalten: „Lucie‑Pückler‑Allee“. Der Vorschlag stammt aus dem Umfeld
Die Seeachse ist eines der zentralen Stadtentwicklungsprojekte in Cottbus/Chóśebuz. Zukünftig wird sie ein wesentliches Verbindungsglied zwischen der Innenstadt und dem Ostsee sein. Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zum aktuellen Stand der Planung und der baulichen Umsetzung. Hier erfahren Sie alle Details zur künftigen Gestaltung dieser wichtigen Stadtachse, aber auch zu Sperrungen und Einschränkungen während der Bauphase.
Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt durch Zuwendungen des Landes Brandenburg über die Städtebauförderungsprogramme „Stadtumbau“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ sowie mit Eigenmitteln der Stadt Cottbus. Das Vorhaben erhält darüber hinaus Zuwendungen des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr im Rahmen der Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland.

Die geplante Seeachse, die künftig die Cottbuser Innenstadt mit dem Ostsee verbinden wird, hat einen konkreten Namensvorschlag erhalten: „Lucie‑Pückler‑Allee“. Der Vorschlag stammt aus dem Umfeld

Die Seeachse ist eines der zentralen Stadtentwicklungsprojekte in Cottbus/Chóśebuz. Zukünftig wird sie ein wesentliches Verbindungsglied zwischen der Innenstadt und dem Ostsee sein. Auf dieser Seite
Die Bauabschnitte 1 und 2 bilden den Auftakt der Seeachse. Sie konzentrieren sich auf die grundlegende Erneuerung der bestehenden Straßenräume zwischen Innenstadt und Stadtring. Dazu gehören modernisierte Fahrbahnen und Nebenanlagen, eine zeitgemäße technische Infrastruktur sowie eine geordnete Verkehrsführung, die zukünftige Mobilitätsbedürfnisse berücksichtigt. Beide Abschnitte schaffen damit die funktionale Basis für die Weiterführung der Seeachse in Richtung Ostsee.
Die Bauabschnitte 3 und 4 führen die Seeachse auf den ehemaligen Bahnflächen weiter in Richtung Ostsee. Sie entwickeln neue Wege‑ und Freiraumstrukturen und schaffen eine durchgängige Verbindung für den Fuß‑ und Radverkehr. Im Mittelpunkt steht die Umgestaltung der alten Gleisanlagen zu einem modernen Geh‑ und Radweg mit ergänzenden Aufenthaltsbereichen. Der vierte Abschnitt schließt dabei die Lücke zwischen Bahnhof Merzdorf, Aussichtsturm und künftigem Hafenquartier und bildet den Übergang vom Stadtraum zum Ostsee.
Der 1. Bauabschnitt umfasst die Franz-Mehring-Straße und die Dissenchener Straße und erstreckt sich von der Spree im Westen bis zum Stadtring im Osten. Mit Ausnahme des bereits erneuerten Einmündungsbereichs Franz-Mehring-Straße / Am Doll befinden sich der gesamte Straßenverlauf sowie die Mehrheit der Nebenanlagen in einem sehr schlechten Zustand.
Die bestehende Straßenführung bleibt erhalten. Die Fahrbahn mit Verwerfungen, Fahrrinnen und Reparaturstellen wird vollständig zurückgebaut und erneuert. Aufgrund von mangelnder Oberflächenentwässerung werden die seitlichen Grünflächen als offene Versickerungsmulden ausgebildet. Am Knotenpunkt Peitzer Straße / Hans-Beimler-Straße, der als Unfallschwerpunkt bekannt ist, wird die bestehende Fußgängerlichtsignalanlage zurückgebaut. Zukünftig wird eine neue Ampelanlage den Verkehr für alle Teilnehmenden regeln.
Zudem erfolgen die vollständige Neuerrichtung der Straßenbeleuchtung, die Erneuerung der Trinkwasserleitungen, die Neuverlegung der Nieder- und Mittelspannungskabel sowie der Bau von zwei barrierefreien Bushaltestellen mit Wetterschutzeinrichtungen. Im Zuge der Baumaßnahme werden Neupflanzungen als Allee als Ersatzpflanzung für notwendige Baumfällungen vorgenommen.
Der Ausbau des Teilabschnitts Dissenchener Straße beginnt im April 2026. Die Bauarbeiten erfolgen unter Vollsperrung. Das Umleitungskonzept ist hier zu finden. Der Abschluss dieser Baumaßnahme ist für Dezember 2026 vorgesehen. Der Ausbau des Teilabschnitts Franz-Mehring-Straße soll im Jahresverlauf 2027 erfolgen.
Eindrücke vor Beginn des 1. Bauabschnitts








Planung
Der Gestaltungsplan dient als Plangrundlage für die Neugestaltung der Seeachse. Er visualisiert die Neuordnung des Straßenraums und berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmenden: ÖPNV, PKW, Fahrräder und den Fußverkehr. Hier wird ein besonderes Augenmerk auf die Barrierefreiheit gelegt.
Darüber hinaus verortet er Trennstreifen, um eine Barrierewirkung zur angrenzenden Bebauung herzustellen. Auch notwendige Baumfällungen werden dargestellt, die durch Ersatzpflanzungen ausgeglichen werden. Im Sinne der Klimawandelanpassung (Schwammstadt) sind außerdem Versickerungsmulden vorgesehen.
Grünkonzept
Für die freiräumliche Gestaltung des ersten Bauabschnittes der Seeachse wurde zusätzlich ein Grünkonzept von DEGAT Planungsgesellschaft mbH, KISTERS Ingenieurbüro und Nagler & Dieck Architekten/Stadtplaner erstellt.
Es beinhaltet die Gestaltung einer Allee sowie deren Unterpflanzung und die Gestaltung des Mittelstreifens. Im Zentrum steht eine klimaresiliente und insektenfreundliche Gestaltung des zukünftigen Straßenraums.
Anforderungen und Prinzipien für die Mehrartenallee
Eigenschaften der Mehrartenallee

Unterpflanzung der Allee
Leitidee: Zurückhaltung, um der Allee Raum zu geben
Mittelstreifen
Leitidee: Besonderheit des Raumes unterstreichen

Der 2. Bauabschnitt umfasst die Dissenchener Straße und die Werner-von-Siemens-Straße und erstreckt sich vom Stadtring im Westen bis zum Heizkraftwerk im Osten. Große Teile des gesamten Straßenverlaufs sowie die Mehrheit der Nebenanlagen befinden sich in einem sehr schlechten Zustand.
Bei der Realisierung dieses Bauabschnitts soll die Straßenführung so angepasst werden, dass die Hauptfahrtrichtung von der Dissenchener Straße in die Werner-von-Siemens-Straße führt.
Die Ortszufahrt nach Dissenchen soll dann als Nebenfahrtrichtung ausgeführt werden, um den Durchgangsverkehr und insbesondere den Schwerlastverkehr um die Ortslage Dissenchen herumzuführen.
Hierfür ist es erforderlich, zunächst den Lückenschluss zwischen der Werner-von-Siemens-Straße und dem Kreisverkehr an der Bundesstraße B 168 zu realisieren. Der 2. Bauabschnitt Seeachse wird im Anschluss daran umgesetzt.













Der 3. Bauabschnitt umfasst den alten Streckenverlauf der ehem. „Gubener Bahn“ und erstreckt sich vom Einmündungsbereich Dissenchener Straße / An der Bahn im Südwesten bis zur Merzdorfer Bahnhofstraße im Nordosten.
Da sich dieser Bauabschnitt auf einer ehemaligen Gleisanlage der Bahn befindet, sind zum Teil noch vollständige Abschnitte von Gleisanlagen vorzufinden. Die Stadt Cottbus/Chóśebuz verfolgt nicht das Ziel, alle Relikte der ehem. industriellen Nutzung dieses Bereiches vollständig zu beseitigen. Vielmehr sollen die noch vorhandenen Artefakte als Zeitzeugen erhalten und in die Neugestaltung eines historischen Gleisparks einbezogen werden.
Zentrales Element ist ein Geh- und Radweg, der sich über die Gesamtlänge von 1,8 km erstreckt und mit einer Breite von 5 Metern ausreichend Platz für Fußgänger und Radfahrer bietet. Um den Weg nicht nur funktional, sondern auch einladend zu gestalten, werden verschiedene drei Gleisinseln mit thematischen Schwerpunkten integriert.
Zusätzlich wird ein Kunstprojekt, welches bei einem Kunstwettbewerb ausgewählt wurde, den Weg bereichern und ihm eine besondere kulturelle Note verleihen. Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Der Geh- und Radweg erhält eine glatte aufgehellte Asphaltoberfläche ohne seitliche Einfassung. Sowohl an der Dissenchener Straße als auch an der Merzdorfer Bahnhofstraße sind behindertengerechte Überwege vorgesehen. Im Bereich der Themeninseln weitet sich der Geh- und Radweg auf und führt beidseitig um die Themeninseln herum. Die Stirnseiten der Themeninseln werden mit sitzhohen Stahlelementen gefasst.
Die erforderlichen Rodungsarbeiten wurden im Oktober 2025 begonnen und im März 2026 abgeschlossen. Der Ausbau des Geh- und Radweges beginnt im Mai 2026, die Fertigstellung wird bis Ende 2026 angestrebt. Der Ausbau der Themeninseln ist im Jahresverlauf 2027 vorgesehen.
Die folgenden Inhalte basieren auf den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger aus der Auswertung der Nacht der kreativen Köpfe 2025 und dienen als Grundlage für die weitere Planung.
Die Gleisinsel 1 umfasst 640 m². Die Rückmeldungen zeigen den Wunsch nach einem ruhigen, schattigen und naturnahen Aufenthaltsraum. Besonders häufig genannt wurden Begrünung, Wildblumen, Hängematten sowie sensorische Elemente wie Duft‑ und Tastpfade. Die Insel soll nach den Beteiligungswünschen ein Ort für Erholung, Naturerlebnis und leichte Interaktion werden.
Die folgenden Inhalte basieren auf den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger aus der Auswertung der Nacht der kreativen Köpfe 2025 und dienen als Grundlage für die weitere Planung.
Die Gleisinsel 2 umfasst 320 m², davon 190 m² nutzbare Fläche. Die Rückmeldungen zeigen den Wunsch nach einem farbenfrohen, offenen und gemeinschaftlichen Kreativraum. Genannt wurden Mal‑ und Graffiti‑Stationen, kleine Bühnen, interaktive Elemente, besondere Sitzmöbel und sensorische Angebote. Die Insel soll nach den Beteiligungswünschen Raum für Fantasie, Austausch und niedrigschwellige Mitmachangebote bieten.
Die folgenden Inhalte basieren auf den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger aus der Auswertung der Nacht der kreativen Köpfe 2025 und dienen als Grundlage für die weitere Planung.
Die Gleisinsel 3 umfasst 770 m². Die Rückmeldungen zeigen den Wunsch nach einem bewegungsorientierten, robusten und vielseitigen Aktivraum. Häufig genannt wurden Kletter‑ und Rutschgeräte, Fitnessangebote, Beweglichkeits‑ und Gleichgewichtsgeräte sowie ergänzende Sitz‑ und Aufenthaltsbereiche. Die Insel soll nach den Beteiligungswünschen ein Ort zum Spielen, Trainieren und Verweilen für unterschiedliche Altersgruppen werden.










Der 4. Bauabschnitt der Seeachse Cottbus bildet die künftige Hauptverbindung vom Bahnhof Merzdorf direkt in das entstehende Hafenquartier – jenes neue, lebendige Eingangstor zum Cottbuser Ostsee. Während die Achse selbst als grünes, komfortables Band für Fuß- und Radverkehr gestaltet wird, öffnet sich am Ende dieser Route ein Quartier, das Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Tourismus miteinander verknüpft.
Rund um den zentralen Hafenplatz entstehen Promenaden, Gastronomie und vielfältige Nutzungen, die dem Ort ganzjährig Leben verleihen. Mit der Anbindung durch den 4. Bauabschnitt wächst das Hafenquartier frühzeitig in die Stadt hinein und macht den Weg zum Wasser zu einem selbstverständlichen Teil des städtischen Alltags.








Stadtverwaltung Cottbus/Chóśebuz
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